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Der neue MINI Cooper S E Countryman All4 im Test.

RenatoRenato

Seit ein paar Tagen darf ich für MINI Schweiz den neuen MINI Cooper S E Countryman All4 mit Plug-In Hybrid testen. Den neuen MINI Countryman (ohne Elektroantrieb) an sich durfte ich ja bereits ein Wochenende ausführen und war begeistert von der Verarbeitung und dem Fahrerlebnis.

 

 

Plug-In Hybrid vom MINI Cooper S E Countryman All4

Das erste Merkmal vom MINI Cooper S E Countryman All4, es gibt einen Ladeanschluss. Hier kann die Batterie des MINI über ein Kabel geladen werden. Entweder an einem herkömmlichen 230-Volt-Haushaltssteckdose oder über eine spezielle Autoladestation. Für beide Fälle liegen im Kofferraum entsprechende Kabel dabei. Die Batterie befindet sich übrigens unter der Rückbank und nimmt auch noch Raum im Kofferraum ein. Daher ist das Volumen beim MINI Cooper S E Countryman All4 um rund 45 Liter kleiner und auch das Fassungsvermögen vom Benzintank ist 15 Liter kleiner.

Dafür ist das erste Hybrid-Fahrzeug von MINI wesentlich umweltfreundlicher als sein Kollege MINI Cooper S Countryman All4 mit Benzin-Motor. Der CO2-Ausstoss reduziert sich von 137.0 g/km auf 49 g/km und der durchschnittliche Benzinverbrauch schrumpft von 6 auf 2,1 Liter pro 100 Kilometer. Zumindest in der Theorie. Mein Plug-In Hybrid MINI hat erst 600 Kilometer und wurde zuletzt intensiv im Off-Road-Modus getestet. Daher brauch ich noch eine Weile um den Verbrauch entsprechend zu senken.

Auch die deklarierte maximale Reichweite mit rein elektrischem Antrieb ist zwar auf rund 42 Kilometer errechnet, in Real-Life mit Entertainment-System, Klimaanlage, etc. komme ich auf 34 Kilometer bei voller Ladung. Immer noch mehr als genug um den Wocheneinkauf nur mit Elektroantrieb zu bewältigen. Mein Arbeitsweg ist leider länger und somit muss während der Fahrt auf der Autobahn auch mal in den SAVE Fahrmodi.

3 verschiedenen Elektro-Fahrmodi

Häufig, wenn ich mit Autofahrer über Hybrid-Autos spreche, haben diese noch eine veraltete Vorstellung darüber, wie Hybrid Autos heute funktionieren. Es ist nicht mehr nur eine unterstützender Elektroantrieb, welcher ein bisschen Benzin spart. Dank verschiedenen Fahrmodi kann der Fahrer die Plug-In Hybrid Autos von BMW und MINI ganz gezielt die Elektro-Motoren einsetzen.

 

AUTO eDrive (Standard)

Startet man den MINI, schaltet dieser per Standard in den AUTO eDrive Modus. Aufgrund von Geschwindigkeit, Beschleunigung und Batterieladestatus wählt der MINI die effizienteste Kombination von Elektro- und Benzinmotor. Was man halt so von einem Hybrid-Fahrzeug erwartet.

MAX eDrive

Mit dem MAX eDrive-Modus nutzt man den reinen Elektroantrieb. Ohne direkte CO2-Emissionen kann man kurze Strecken fahren ohne den Benzin-Motor zu starten. Bis zu 125 km/h schnell kann man unterwegs sein, nur mit dem Elektromotor. Sollte die Strecke länger als maximal 42 Kilometer sein, so schaltet der Benzin-Motor fast unbemerkt zu und übernimmt.

Der neue MINI Cooper S E Countryman mit Plug-In Hybrid

SAVE BATTERY.

Um die Batterie mit Strom zu versorgen muss man nicht zwingend an die Steckdose, sondern kann auch während der Fahrt die Batterieladung auf bis zu 90% aufladen. Ist besonders sinnvoll auf der Autobahn um dann später Geräusch- und Emissionsfrei durch die Stadt fahren zu können.

Ganz ohne Motorengeräusch?

Tatsächlich wurde ich öfters gefragt, ob ich denn die typischen Motoren-Geräusche, insbesondere das Schubblubbern, nicht vermissen würde. Nein, tatsächlich finde dieses feine Pfeiffen eines Elektromotors beim starken beschleunigen ebenso spannend wie ein lauter Motor. Klar, die Aufmerksamkeit ist nicht die selbe, aber ich liebe es fast geräuschlos durch die Städte und Quartiere zu fahren.

Fährt man nur 15, 20 oder 30 km/h, dann kann das geräuschlose Fahrzeug aber auch gefährlich werden. Wenn ich mit dem Elektro-Antrieb durch Zonen mit vielen Fussgänger fahre, wie beispielsweise im Quartier oder auf Parkplätzen, so muss ich wesentlich vorsichtiger sein, also wenn der Benzin-Motor läuft. Die meisten Leute hören das Fahrzeug nicht und erschrecken regelrecht wenn ich hinter ihnen geduldig warte, bis man die Strasse frei macht.

Was ich vermisse…

Bei aller Begeisterung gibt es dennoch etwas was ich vermisse… Die MINI Connected App hilft zwar, dass man immer weiss, wo das Auto gerade steht, und wie es um die Reichweite und Tankfüllstand steht. Die Batterie jedoch wird nicht angezeigt. So kann ich beispielsweise auch nicht prüfen, wann die Batterie des Countryman vollgeladen ist und ich die Ladestation für andere Elektroautofahrer freigeben kann. Zumindest bei BMW klappt das so, wird wahrscheinlich auch demnächst bei MINI so funktionieren.

Mini Countryman wird an einer öffentlichen Ladestation geladen.

Mein erstes Fazit

Ein kleines bisschen vermisse ich das Schubblubbern von MINI, aber die eindrückliche Beschleunigung von 6,8 Sekunden von 0 auf 100 mit einem Kompakt-SUV mit einem feinen Pfeifgeräusch hat eben auch etwas! Wie schon bei anderen MINI Countryman Tests bin ich von dem Fahrzeug überzeugt in Sachen Verarbeitung, Technik und Fahrspass. Der zusätzliche Elektromotor hat mein inneres Feuer für den Countryman noch mehr entfacht. Es macht einfach Spass nahezu geräuschlos durch die Städte zu fahren.

Noch darf ich den neuen MINI Cooper S E Countryman All4 ein paar Tage testen, dann geht er zurück zu MINI. Bis dahin kommt sicher noch der eine oder andere zusätzliche Erfahrungsbericht. Wahrscheinlich wird man mich dann bei der Rückgabe aber aus dem Countryman zerren müssen. So ganz kampflos werde ich den MINI nicht zurückgeben… ;-)

Hello @mini_switzerland. #MINI #minicooper

A post shared by Renato Mitra (@renatomitra) on

Vollblut-Blogger. MINI Fan. Apple Experte. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.

  • Benutzername

    Interessantes Thema, bin auf weitere Berichte gespannt.
    Aktuell überlege ich nämlich, ob ich auf den F60 S E umsteigen soll (wobei mir ein F54 S E lieber wäre). Bei meinem Fahrprofil (100km/Tag ohne Möglichkeit zwischendurch zu laden) hält sich der Nutzen vom E-Motor zwar in Grenzen, aber das elektrische Fahren würde mich schon mal reizen.
    Wie viel verbraucht der S E denn im reinen Benzinbetrieb, wiegt immerhin etwas mehr als ein normaler CM?

    • Gute Frage. Ich selber hab ebenfalls 90 bis 100 Kilometer im Tag. Im Schnitt, benötigt der S E 2,3 Liter für 100 Kilometer. Im AUTO eDrive absolut möglich. Je mehr Autobahn, um so mehr wird der Verbrauch steigen. Der direkte Vergleich mit dem „normalen“ Countryman hapert aber, da im S E nur ein 1,5 Liter Dreizylinder Meter mit 135 PS verbaut ist. Rein mit Benzin würde ich nur fahren, wenn du den SAVE-Modus benötigst um die Batterie zu laden. Ansonsten macht der AUTO eDrive einen guten Job. Jedes segeln/rollen und bremsen lädt die Batterie wieder auf und hilft Benzin zu sparen.

      Zudem, es werden immer mehr Ladesäulen gebaut. Gerade bei mir gab es in der letzten Woche vor dem Haus des Arbeitgeber die oben im Bild abgebildete Ladestation. Somit kann ich den MINI Cooper S E Countrymann All4 am Morgen zwei Stunden aufladen und am Abend fast rein elektrisch nach Hause fahren.

      • Benutzername

        Vielen Dank für die Rückmeldung.
        Der S E hat ja den Cooper-Motor drin, aber im Vergleich zum Cooper wiegt er knapp 300kg mehr (im Vergleich zum Cooper All4 fast 200kg). Bei den reinen Verbrennern wiegt der All4 wiegt fast 100kg mehr und verbraucht etwa 0,5 l/100km mehr. Wenn ich das auch auf den S E im reinen Benzinmodus übertragen würde, müsste man etwa 1 l/100km mehr als der Cooper All4 verbrauchen (also etwa 7 l/100km). Nur ob das in der Praxis tatsächlich so viel mehr ist? Wenn er 7 l/100km im reinen Benzinbetrieb verbrauchen würde und ich 30 km rein elektrisch schaffe, wären das effektiv 4,9 l/100 km.

        Mein Arbeitsweg sind 2x 50 km (leider ohne Ladesäule im Ort des Arbeitgebers), davon sind auf dem Hinweg 80 % Autobahn und auf dem Rückweg 40 %, im Schnitt also 60 % Autobahn. Also würden sich die E-Komponenten wohl zum Großteil der Strecke eher negativ auswirken. Entlang der Autobahn gäbe es zwar Lader, aber soweit ich weiß hat der S E keine Schnellladefunktion., d.h. ich müsste pro Weg mind. 1x (je nach Verteilung der Ladesäulen) für 2,5 h zwischenladen. Also statt 6:00 Uhr um 3:30 Uhr losfahren. Das ist mir zu krass, bei 0,5 h Ladezeit wäre das durchaus noch eine Option.

        Schwierige Entscheidung, da muss ich noch etwas überlegen. Werde auf jeden Fall mit Interesse deine weiteren Praxiserfahrungen lesen.

        • Ich würde nicht in „rein elektrisch“ und „rein Benzin“ Fahren denken. Wenn Du im AUTO eDrive Modus unterwegs bist, so wird der Benzin-Motor vom Elektro-Motor unterstützt und braucht so weniger Benzin.

          Ein Beispiel, der BMX X5 als Plug-In Hybrid braucht knapp 6 Liter im echten Alltag, sein reiner Benzin-Bruder (leichter weil keine Batterie), benötigt im Normverbrauch 8,5 Liter. Genau so schaut es auch beim S E aus. Leider habe ich nicht die nötige Zeit um eine Langzeitstudie zu machen und leider wertet die neue MINI Connected App die Fahrt nicht so detailliert aus wie bei BMW. Noch nicht…

          Rein elektrisch fahre ich nur wenn ich unter 34 Kilometer Strecken fahre. Sonst immer im AUTO eDrive-Modus. In den Städten fährt man damit automatisch meistens elektrisch. Auf der Autobahn, wenn es schneller als 80 Km/h läuft, kommt dann der Benziner zum Zug.

          Vielleicht noch ein Beispiel. Ich bin lange den MINI Cooper S Clubman (48 Liter Tank) gefahren. Nach spätestens 8 Tagen (im Schnitt 100km pro Tag) musste ich tanken. Der MINI Cooper S E Countryman hat einen 36 Liter Tank und nach 7 Tagen ist der Tank etwas weniger als halb voll…

          Für Hybrid-Modelle lohnt sich das Stromladen unterwegs definitiv nicht. Nur an der heimischen Steckdose oder an der End-Destination.

          Am besten fragst du mal deinen MINI-Händler des Vertrauens, ob du die 100 Kilometer mal mit einem MINI Cooper S E fahren darfst, um dich vom Verbrauch, bzw. der Einsparung, selber überzeugen kannst.

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