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Elektroauto-Fahrer sind (noch) echte Pioniere.

RenatoRenato

Automobile mit einem elektrischen Antrieb sind an allen Fronten auf dem Vormarsch, egal ob Hybrid, Plug-In Hybrid oder vollelektrisch. Während viele neue Marken im Automobil-Markt auftauchen, wie etwa Tesla, Rimac, LeEco, Kreisel, Sono Motors oder Lucid Motors, bringen nun auch die altbekannten Autohersteller ein Elektroauto-Modell nach dem anderen auf die Strassen. Die Pipeline an Fahrzeugen und Ankündigungen ist voller denn je!

MINI setzt auf Elektroantrieb

Befürworter und Gegner der Elektromobilität schenken sich nichts. Die eine Studie beweist, dass Elektroautos umweltfreundlicher sind als die Autos mit Verbrennungsmotor, dann folgt eine Studie, welche das Gegenteil beweisen will und so weiter… Wer sich schon mal in entsprechenden Foren eingelesen hat der weiss, es wird sehr, sehr emotional diskutiert! Ein Streitgespräch zwischen Android und iOS Benutzer ist eine nette, friedfertige Diskussion im Vergleich dazu.

MINI E von 2008 war der Vorgänger vom BMW i3.

Was viele nicht wissen, MINI beschäftigt sich bereits seit Jahren mit der Elektromobilität. Im Jahr 2008 präsentierte die Marke den MINI E – basierend auf dem Vorgängermodell des aktuellen MINI 3 Door wurden rund 600 Exemplare produziert und in einem Feldversuch unter Alltagsbedingungen eingesetzt. Dieser Weg spielte eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des BMW i3, der seit 2013 weltweit erfolgreich ist. Nun soll aber auch MINI endlich ein vollelektrisches Modell erhalten.

MINI E Schema
Schema vom MINI E aus dem Jahr 2008

Der Elektromotor ist der Antrieb der Zukunft.

Die meisten Automarken haben klar kommuniziert, dass der Elektromotor der Antrieb der Zukunft sein soll. Ganz gleich wie leistungsfähig auch Wasserstoff sein könnte oder gewisse Kreise lieber beim Benzin- oder Diesel-Motor bleiben möchten. Doch, es hat einen Hacken. Während es, dank den vielen Tankstellen, heute praktisch nicht mehr möglich ist, dass man mit einem leeren Tank irgendwo strandet, so schaut das für Elektroauto-Fahrer ganz anders aus. Es gibt kaum Ladestationen und die Reichweite ist sehr begrenzt. Ganz besonders an kalten Tagen. Und wenn, dann sind diese gerne überbelegt, oder dank günstiger Lage auch gerne mal von einem Auto mit Verbrennungsmotor als Parkplatz missbraucht.

Ladestationen sind so selten wie Apotheken.

Die heutigen Elektroauto-Fahrer müssen sich manchmal so fühlen, wie Berta Benz damals, als sie mit dem Benz Patent-Motorwagen Nummer 3 die erste erfolgreiche automobile Fernfahrt unternahm. Sie fuhr in knapp 13 Stunden rund 104 Kilometer von Mannheim nach Pforzheim. Getankt wurde Ligroin in der Apotheke. Tankstellen gab es damals natürlich noch nicht. Und so müssen auch heute die Elektroauto-Fahrer Ihre längeren Routen planen und auf freie Ladeplätze an den geplanten Auflade-Stopps hoffen! Die Spontanität kann, je nach Länge der Reise, aus bleiben…

Ganz so schlimm ist es natürlich nicht…

Natürlich ist der Vergleich der Ladestationen mit den damaligen Apotheken überspitzt und Elektroautofahrer finden dank zahlreichen Apps oder beeindruckenden Lade-Netzwerken wie bei Tesla schnell mögliche Stationen für Strom. Die sogenannte Reichweitenangst sollte damit der Vergangenheit angehören. Im Vergleich zum Tankstellen-Netz, ist die Anzahl von Ladestationen dennoch überschaubar. Bei einem aktuellen Marktanteil von rund 5 Prozent der Elektroautos in der Schweiz kann das reichen. Doch die Anteile an Neuzulassungen nimmt rasant zu.

Elektroauto-Fahrer sind echte Pioniere.

Für mich sind Elektroauto-Fahrer, und das meine ich durchaus ernst und im positiven Sinn, echte Pioniere! Ganz bewusst gehen sie die Unannehmlichkeiten ein grössere Routen planen zu müssen, Stopps einzulegen um die Batterien zu laden und müssen meist noch um die Ladeplätze kämpfen. Und das alles verbunden mit einer nicht so kleinen Investition. Ich habe grossen Respekt vor den heutigen Elektroautofahrer!

Plug-In Hybrid, ein guter Kompromiss für den Moment.

Mini Countryman wird an einer öffentlichen Ladestation geladen.
Mini Countryman wird an einer öffentlichen Ladestation geladen.

Um ehrlich zu sein, bisher hab ich es kaum über einen Plug-In Hybrid gebracht. Für mich ist es aktuell ein sehr komfortabler Kompromiss. Ich kann in der Region komplett emissionsfrei umherfahren, bin aber jederzeit für spontane Ausflüge zu haben und leide auch nicht unter der sogenannten Reichweite-Angst. Klar, Elektroauto-Fans werden nun berechtigterweise einwerfen, dass ein Plug-In Hybrid eine unglückliche Kombination ist, weil mit Verbrennungsmotor und Batterie für beiden Arten des Antriebs viel zu viel Gewicht mitgeschleppt wird. Dennoch, der Benzinverbrauch ist gegenüber einem reinen Verbrenner wesentlich kleiner und die Investitionskosten sind auch überschaubar.

MINI goes Electric.

MINI Cooper S E
Bildquelle: Günter Schmied

Ich freue mich auf die rein elektrischen Modelle von MINI, welche schon bald auf die Strassen entlassen werden. Bis dahin sollte auch die Lade-Infrastruktur wieder einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht haben und die Elektromobilität bald in der Normalität angekommen sein!

Vollblut-Blogger. MINI Fan. Apple Experte. Kommuniziert leidenschaftlich gerne über digitale Kanäle. Ansonsten: Try, fail, think, learn, repeat.

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